Florian Bauer, angehender Bachelor of Engineering im Studiengang Regenerative Energien, zeigt seine Arbeit auf einer Konferenz an der University of Warwick.
Um Wärmeverluste von Gebäuden aufzuspüren oder Maschinen zu untersuchen, leisten Wärmebildkameras unschätzbare Dienste – allerdings zu einem vier- oder sogar fünfstelligen Euro-Preis. Im Unterschied dazu sind Infrarot-Thermometer Mitnahmeartikel im Baumarkt. Sie können aber pro Messung auch nur die Temperatur des Flecks bestimmen, auf den man sie richtet.
Im Prinzip lässt sich ein Infrarot-Thermometer per Motor schwenken und neigen, um damit ein ganzes Bild abzurastern. Das kann die teuere Wärmebildkamera überflüssig machen, verlangt aber eine lange Wartezeit, bis das Bild aufgebaut ist. Florian Bauer, angehender Bachelor of Engineering im Studiengang Regenerative Energien, hat nun auf der Konferenz „Theory and Practice of Computer Graphics“ an der University of Warwick mit seinem Posterbeitrag „A low-cost single-pixel thermographic camera“ eine Lösung vorgestellt, die binnen einer Minute ein Bild liefert.
Betreut von Prof. Dr. Loviscach hat er dazu Mechatronik und Signalverarbeitung kombiniert. Die Hardware des Systems setzt auf preisgünstige Spiegel, Modellbau-Servos und einen verbreiteten Mikrocontroller; die Software nutzt komplexe, an die Mechanik und Optik angepasste Filterfunktionen auf einem Standard-PC.