Wiedersehen macht Freude, Ehemaligentreffen nach 50 Jahren im Fachbereich IuM
Absolvententreffen nach einem halben Jahrhundert: In den Gebäuden des heutigen Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Mathematik der Fachhochschule Bielefeld haben sich am Freitag, den 18. Oktober, 11 Elektrotechnik-Absolventen der ehemaligen staatlichen Ingenieurschule für Maschinenwesen wieder getroffen.
Prof. Lothar Budde, Dekan des Fachbereichs IuM, und Prof. Reinhard Kaschuba, Leiter des Studiengangs Mechatronik, haben sich die Zeit genommen, um die Besucher zum 50-jährigen Jubiläum durch ihre ehemalige Ausbildungsstätte zu führen. Damals hieß der Fachbereich noch staatliche Ingenieurschule für Maschinenwesen. Der Dekan begrüßte die Diplom-Ingenieure für Elektrotechnik und blickte auf die Entwicklung von der staatlichen Ingenieurschule bis zum heutigen Fachbereich zurück. Im Wintersemester 2013/2014 sind 3.100 Studierende im Fachbereich IuM eingeschrieben: "Es ist eine großartige Aufgabe, für unsere Studierenden die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen." so der Dekan. Um dieses Ziel fortwährend erfüllen zu können, sind weitere praxisnahe Projekte mit unterschiedlichsten Kooperationspartnern geplant.
In dem anschließenden Vortrag unterstrich Prof. Reinhard Kaschuba die Wichtigkeit des praxisbezogenen Studierens. So hat man in 15 Jahren circa 450 Projekte im Studiengang Mechatronik durchgeführt. Prof. Kaschuba, der Organisator der Veranstaltung hob auch die erfreuliche Entwicklung der steigenden Anzahl an eingeschriebenen Studentinnen hervor "Technik ist nicht mehr nur männlich…", so Kaschuba. Die Ehemaligen hatten im Verlauf des Tages die Möglichkeit sich selbst ein Bild von den Entwicklungen des Fachbereichs IuM zu machen. Eine Station war das zdi-Schülerinnen und Schülerlabor am Standort Stadtholz. Prof. Joachim Waßmuth erklärte, dass Schülergruppen oder Klassen das Schülerlabor aufsuchen, um bei interaktiven Veranstaltungen ein Verständnis für Ingenieurwissenschaften zu entwickeln.
Prof. Joachim Waßmuth stellt die Ausstattung des zdi-Schülerinnen und Schülerlabor vor
Während des Rundgangs durch die unterschiedlichen Gebäude des Fachbereichs durfte auch die Forschung nicht zu kurz kommen. Dipl.-Ing. Manfred Hermanski erläuterte den Besuchern am Beispiel eines elektrischen Rollstuhls, wie die Fahrsicherheit durch den Einsatz zusätzlicher mechatronischer Komponenten erhöht werden kann. Der Besuch des Studiengangs Apparative Biotechnologie in der Universitätsstraße stellte einen weiteren Höhepunkt dar. Nicht nur, dass die Gäste die hochwertig eingerichteten Labore kennen lernen durften, Sie erfuhren unter anderem von Prof. Frank Gudermann, wie in den Laboren für Gentechnik Zellen kultiviert werden. Der Blick auf den neuen Campus zeigte eine gelungene Infrastruktur mit zukünftig hochmodern ausgestatteten Räumlichkeiten für eine optimale Ausbildung von Studierenden.
Die Ehemaligen schauen sich den Neubau der Fachhochschule Bielefeld an
Am Ende ihres Rundgangs durch den Fachbereich IuM zogen die Ehemaligen ein positives Fazit. Seit dem Jahr 1963 hat sich viel getan. Die Erweiterung der Studienmöglichkeiten, die Ausstattung der Labore, die modernen Kommunikationswege in der Lehre, um nur einige Aspekte zu nennen. "Da wunderte es keinen, dass Rechenschieber, Zirkel, und Winkelmesser heute ins Museum verbannt sind. Auch die klassischen Zeichenbretter sucht man vergeblich. Diese wurden durch das Computer Aided Design (CAD) verdrängt", sagt Alois Hoffmann, der 1963 seinen Abschluss als Elektrotechniker mit dem Schwerpunkt Antriebs- und Regelungstechnik absolvierte. Auf die Frage, ob sich die ehemaligen Kommilitonen nach all den Jahren wieder erkannt haben, antwortete Hans Werner Kreimer schmunzelnd: "Ganz so schlimm ist es nicht. Die Gesichter kennt man. Wir treffen uns regelmäßig alle zwei Jahre und verbrachten bereits unser 25. und 40. Jubiläum zusammen."