17.09.2018

Auftaktveranstaltung des BIM Clusters NRW in der FH Bielefeld

Am 14.09. fand in der Fachhochschule Bielefeld eine Veranstaltung des BIM Clusters NRW statt. 

Building Information Modeling (BIM) beschreibt eine Methode, bei der mit Hilfe von Software die Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Bauwerken optimiert wird. Bei der Methode wird vor der eigentlichen Umsetzung in der Realität ein virtuelles Gebäudemodell entwickelt und damit ein integrativer Bau- und Planungsprozess geschaffen, der alle an der Planung, Errichtung und dem Betrieb des Gebäudes beteiligten Personen zusammenbringt sowie den Datenaustausch während der Bauphase erleichtert.

Zu Beginn der Veranstaltung hieß der Dekan des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Mathematik (IuM) Prof. Dr. Lothar Budde die rund 40 interessierten Gäste willkommen. Anschließend begrüßte Jörg Rodehutskors, Referent Technologie und Innovationen bei der IHK in Bielefeld. Den Auftakt der Vortragserie machte Armin Sprengler, Sprecher und Mitinitiator des BIM Clusters NRW, einer Plattform von privaten Unternehmen und öffentlichen Institutionen zum BIM. Er betonte, dass BIM in Deutschland immer wichtiger wird und dass NRW hierbei eine Vorreiterrolle einnehmen soll, da sie in der Region bereits als Schlüsseltechnologie etabliert ist und angewendet wird.

Ralph Driller, Gründer und Geschäftsführer des Paderborner Start-ups Konstruktum, welches eine Bausoftware für digitales Baumanagement mit BIM vertreibt und Regionalgruppensprecher der buildingSMART Regionalgruppe Ostwestfalen-Lippe – Münster – Osnabrück, stellte die Organisation buildingSMART Deutschland vor. Das Netzwerk gestaltet die Entwicklung der Methode BIM deutschlandweit. So werden begleitende Innovationen im Bauwesen mitentwickelt und kleine und mittelständische Unternehmen unterstützt und vernetzt.

Das Thema „AutoID-Techniken und standardisierte Nummernstrukturen“ beleuchtete Guido Linden, Senior Manager Sales & Implementation GS1 Germany GmbH in seinem Vortrag näher. Die GS1 ist ein privatwirtschaftlich organisiertes Non-Profit Unternehmen. Linden referierte unter anderem über die Grundlagen der Barcode- und RFID-Technik.

Abschließend berichtete Prof. Dr. Marc-Oliver Schierenberg, Lehrender am Fachbereich IuM, über Erfahrungen und Konsequenzen aus Projekten. Die Fachhochschule kann Unternehmen helfen, wenn diese in den Bereich der Markierung einsteigen wollen. So bestünden zahlreiche Kooperationsmöglichkeiten, beispielsweise in Form von Studierendenprojekten oder Bachelorarbeiten. Im Anschluss an die Veranstaltung hatten Interessierte die Möglichkeit an einer Führung durch ausgewählte Labore des Fachbereichs IuM teilzunehmen.
(cg)