Lohnende Erfindungsanmeldung: In Kooperation WESTFALIA-Automotive GmbH und Lemförder Electronic GmbH wurde im Rahmen der ASTA Gespannassistenz eine innovative Methode geschaffen, die Stützlast und die Masse eines Anhängers zu bestimmen.
Der Gedanke dieser Gespannassitenz wurde von Prof. Dr.-Ing. habil. U. Kramer konsequent verfolgt. Im Jahre 2008 gewann er in Kooperation mit den Firmen WESTFALIA-Automotive GmbH und Lemförder Electronic GmbH den "Ziel 2 Wettbewerb", einen durch die Europäische Union und das Land NRW geförderten Innovationswettbewerb. In enger Kooperation der Partner wurde im Rahmen der ASTA Gespannassistenz (Acitve Safety Trailer Assistance) eine innovative Methode geschaffen, die Stützlast und die Masse eines Anhängers zu bestimmen. Die Aktivitäten wurden jetzt durch eine entsprechende Prämie gewürdigt.
Fahrer von PKW-Anhänger Gespannen schenken der Beladung des Anhängers oft wenig Beachtung. Jedoch hat die Ladungsverteilung des Anhängers einen erheblichen Einfluss auf die Stabilität des gesamten Gespanns. Um den Anhänger sicher zu beladen ist es nötig die Stützlast und die Masse des Anhängers zu kennen.
Die Stützlast wird bisher mit einem Kantholz und einer Personenwaage bestimmt. Etwas komfortabler ist es, die Stützlast mit einer Waage, die zwischen Pfanne und Kugel platziert wird, zu messen. Diese Systeme bedeuten aber immer zusätzlichen Aufwand für den Gespannfahrer. Andere Systeme wie eine Federwaage im Stützrad sind witterungsanfällig und zudem sehr ungenau.
Noch umständlicher stellt sich das Ermitteln der Masse des Anhängers dar. Es gibt Radlastwaagen, mit denen die Last an einem Rad gemessen werden kann. Der Nutzer muss seinen Anhänger mit jedem Reifen einzeln auf die Waage stellen und das Gewicht anschließend addieren. Eine andere Möglichkeit ist die Brückenwaage beim Bauer um die Ecke oder bei Prüfinstituten.
Das im Forschungsprojekt "ASTA Gespannassistenz" entwickelte System ist in der Anhängerkupplung des Fahrzeugs integriert. Der Anhänger wird einfach am Fahrzeug angekuppelt. Die Stützlast wird automatisch gemessen und auf einem Display dargestellt. Um die Masse zu ermitteln muss der Fahrer mit seinem Gespann nur kurz anfahren. Aus der Beschleunigung und den Kräften, die an der Kupplung wirken, wird dann die Masse ermittelt und ebenfalls auf dem Display angezeigt.
Erfolgreiche Erfindungsmeldung im Projekt Gespannassistenz: Der Dekan Prof. Dr. Lothar Budde bei der Überreichung der Prämie.
(v.l.) Dipl.-Ing. Nikolas Pascher, Prof. Dr.-Ing. Ulrich Kramer, Prof. Dr. Lothar Budde, Dipl.-Ing. Tim Stockhaus, M.Sc.