20.02.2014

Bildungscluster OstWestfalenLippe trifft Wirtschaftsförderer an der FH Bielefeld

Am 18.02.2014 fand an der Fachhochschule Bielefeld ein Gespräch mit den Wirtschaftsförderern der Region zur Zusammenarbeit im Bildungscluster OstWestfalenLippe statt.

Prof. Lothar Budde, Dekan des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Mathematik, begrüßte die Gäste an der Fachhochschule Bielefeld und nutze die Gelegenheit, um noch einmal die Entstehung und die wichtigsten Ziele des Bildungsclusters OWL zu formulieren.

Der Bildungscluster OWL ist einer von vier durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft geförderten Bildungscluster, in denen Hochschulen, Netzwerkverbände und die regionale Wirtschaft kooperieren. Übergeordnetes Ziel ist die Nachwuchskräftesicherung für OWL. Studierenden werden Karrierechancen im Mittelstand aufgezeigt und erste Kontakte zu kleinen und mittelständischen Unternehmen aufgebaut. Dies geschieht über drei Teilprojekte: Ein Traineeprogramm für Bachelorabsolventinnen und -absolventen (Teilprojektleitung: IfB OWL e.V.), das studienbegleitende Programm "Mit dem Master in den Mittelstand" (Teilprojektleitung: Universität Bielefeld und Fachhochschule Bielefeld) sowie ein Programm zur "Regionalentwicklung durch gesellschaftliches Engagement" (Teilprojektleitung: Universität Paderborn). Der Bildungscluster OWL verfolgt das Ziel insbesondere die mittelständische Wirtschaft und die Hochschulen der Region stärker zu verzahnen, um Nachwuchs zu gewinnen, auszubilden und in Ostwestfalen-Lippe zu halten.

Zusammengekommen waren die Koordinatoren und Teilprojektleiter seitens der Stiftung Studienfonds OWL, Initiative für Beschäftigung OWL e.V., sowie die kooperierenden Hochschulen aus der Region, um die Wirtschaftsförderer unter anderem aus den Kreisen Minden-Lübbecke, Gütersloh, Herford und Lippe auf die Beteiligungsmöglichkeiten für die Unternehmen aufmerksam zu machen.

Moritz Lippa von der Initiative für Beschäftigung OWL e.V., Dörte Husmann von der Universität Bielefeld, Brigitte Böwingloh, Vertreterin der Fachhochschule Bielefeld und Friederike Ruwisch von der Stiftung Studienfonds OWL präsentierten den interessierten Wirtschaftsförderern die drei Teilprojekte des Bildungsclusters und ihre Vorteile für Unternehmen, die Region und ihre Studierenden.

Moritz Lippa stellte zunächst das Bachelortraineeprogramm für den Mittelstand vor. Das Projekt richtet sich an Bachelorabsolventinnen und Bachelorabsolventen aller Fachbereiche der Hochschulen in OWL.
Im Rahmen des Traineeprogramms geht es um das Sammeln betrieblicher Praxis durch eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Unternehmen, ergänzt durch das Seminarangebot der jeweiligen Hochschulen zum Aufbau eines Kompetenzprofils und dem anschließenden individuellen Netzwerkausbau. "Das Interesse der Studierenden ist groß und die ersten Traineeprogramme werden im April starten", so Lippa.

Bei dem zweiten Teilprojekt, das gemeinsam von der Universität und der Fachhochschule Bielefeld betreut wird, werden die Masterstudierenden der MINT-Fächer in den Fokus gerückt. Konkret heißt es "Mit dem Master in den Mittelstand". Masterstudierende können dabei aus vier Bausteinen auswählen, die ihnen helfen ihre beruflichen Interessen und Ziele zu klären, die Vielfalt an Arbeitgebern und Einstiegsmöglichkeiten in den OWL-Mittelstand zu entdecken und von Profis im persönlichen Austausch zu lernen. Nach erfolgreichem Abschluss des Programms erhalten die Studierenden ein Zertifikat "Bildungscluster OWL". "Mit dem Master in den Mittelstand" startet als Pilotprojekt zum Sommersemester 2014 und soll später als Modul für Mittelstandsmanagement creditfähig gemacht werden. Dörte Husmann hob die Besonderheit des Programms heraus: "Durch das gemeinsame Projekt wird der Campus Bielefeld gelebt. Die Studienstruktur soll für Studierende der Fachhochschule und Universität gleichermaßen zugänglich sein. Wir schaffen damit eine gute Basis für die zukünftige Zusammenarbeit", so Husmann.

Friederike Ruwisch brachte dem Plenum das dritte Projekt "Regionalentwicklung durch gesellschaftliches Engagement" näher. Das Modul "Service-Learning" richtet sich an Bachelor- und Masterstudierende an der Universität Paderborn und beginnt ebenfalls zum Sommersemester 2014. Darin unterstützen Studierende gemeinnützige Organisationen mit ihrem Wissen bei praktischen Problemen. Expertinnen und Experten aus mittelständischen Unternehmen beraten die Studierenden dabei als Coaches. "Studierende engagieren sich in der Region und setzen ihr Wissen anwendungsorientiert ein. Das stärkt neben Fachkompetenz auch die Persönlichkeit", so Ruwisch.

Prof. Budde, Projektleiter seitens der Fachhochschule Bielefeld freute sich über den regen Interessenaustausch im Anschluss an die Präsentationen: "Unsere Gäste sind genau die richtigen Multiplikatoren, um für Transparenz in beide Richtungen zu sorgen. Sie können einerseits die Bedarfe auf Unternehmerseite aufdecken, sowie Stellenangebote aufzeigen und gleichzeitig eine Brücke zu den Studierenden schlagen. Auf diese Weise können wir dem Ziel, unsere Absolventinnen und Absolventen an die Region zu binden, näher kommen."  (th)