04.09.2014

Mathe-Brückenkurs am Fachbereich IuM

Über 200 Studierende haben sich am Fachbereich IuM zur Vorbereitung ihres MINT-Studienganges im ILIAS-Portal zu den fachbereichseigenen Mathe-Kursen angemeldet.

Entsprechend voll waren die Räume in der Wilhelm-Bertelsmann-Straße 10 als am vergangenen Montag Punkt 9 Uhr die studiengangsweise Einteilung erfolgte. "Die Idee ist, dass die Studierenden gleich in der ersten Veranstaltung am Fachbereich ihre Mitstudierenden kennen lernen und sich bereits in diesem frühen Stadium zu Lerngruppen zusammen schließen", so Prof. Dr. Jörn Loviscach, Initiator des Brückenkurses am FB IuM. "Die Mathematik ist dabei als Modul Bestandteil eines jeden Studienganges unserer MINT-Fächer und daher Schwerpunkt. Natürlich wird auch in Fächern wie Physik, Technische Mechanik oder Informatik viel in Formeln gefasst, so dass sich die mathematischen Grundlagen quer durch das Studium ziehen, und damit von großer Bedeutung für das technische Verständnis sind." Für die Neulinge am FB IuM wurde eigens ein Stundenplan aufgestellt, gemäß dem nach Themen sortiert Aufgabenzettel vor Ort gerechnet und geübt werden sollen. Wie schon im vergangenen Jahr läuft der Brückenkurs nach dem Inverted Classroom Model* ab, und die Selbstlernvideos von Herrn Loviscach dienen als Vorbereitung der einzelnen Themenblöcke. Neu hinzugekommen sind in diesem Jahr die Testate zum absolvierten Tagespensum bzw. den Aufgabenzetteln (Themenblock). Sofern ein Aufgabenzettel von den Studierenden bearbeitet und gelöst wurde, können sie eine kleine Prüfung machen, wo das gelernte Wissen abgefragt wird. Betreut werden diese Mini-Prüfungen sowie die Tutorien durch die Studentischen Hilfskräfte Manel Mechirgui, Alexander Okrasa, Julian Franz, Axel Durdel, Anna Neocleous, Jan Kircheis und Tobias Langenohl. Im Hintergrund steht ihnen das Team rund um Herrn Loviscach unterstützend zur Seite.

Dieses personalisierte Unterrichtssystem, nach seinem Entwickler auch Keller-Plan genannt, gliedert den Lehrstoff - wie hier themenbezogen - tageweise in Einheiten (Themenblöcke). Die Lernenden müssen immer erst eine Einheit beherrschen, ehe sie zur nächsten Einheit voranschreiten. Die Überprüfung erfolgt mittels eines Testats, bei dem die Teilnehmenden mindestens 80 % bis 90 % der Fragen richtig lösen können müssen. Die Lernenden dürfen diesen Test mehrmals absolvieren, denn bei dieser Lehrmethode geht es nicht um eine Selektion, sondern um die Sicherheit, dass sie alle Inhalte der Einheit gelernt haben. Daraus ergibt sich zugleich der nächste Vorteil dieser Methode: Die Lernenden selbst bestimmen das Tempo. Einige Lernende brauchen länger, andere kürzer, um eine Einheit zu meistern, und auch der Kurs als Ganzes kann unterschiedlich schnell durchlaufen werden.

Der Mathe-Brückenkurs am FB IuM läuft noch bis zum 12.09.2014, täglich ab 9 Uhr. Nachzügler sind willkommen! Am 15.09. startet dann der einwöchige Mathe-Crashkurs.

*Die Lehrmethode des Inverted oder Flipped Classroom stellt Hochschule quasi auf den Kopf: Lerninhalte werden von den Studierenden zeitlich unabhängig zu Hause mit Selbstlernvideos erarbeitet und anschließend in den betreuten Lernräumen beim Lösen von Übungsaufgaben angewendet. (wm)