InCamS@BI: Innovation Campus for Sustainable Solutions
Forschungsbasierter Transfer für eine innovative Circular Economy
Im Projekt InCamS@BI, dem Innovation Campus for Sustainable Solutions an der Hochschule Bielefeld (HSBI) und der Universität Bielefeld entwickelt ein interdisziplinäres Team innovative Ideen, die Antworten auf die Frage liefern sollen, wie Kunststoffe in die Circular Economy integriert werden können. Expert:innen aus Kunststofftechnik, Ingenieurwesen, Physik, Chemie, Wirtschaftsrecht, Wirtschaftspsychologie und Innovationsmanagement erarbeiten Projektskizzen – gemeinsam mit und für Unternehmen und Gesellschaft.
Für Unternehmen aus OWL bietet eine Kooperation mit InCamS@BI hervorragende Möglichkeiten, sich mit zirkulärer Wertschöpfung zu befassen: Zusammen mit den Unternehmen werden konkrete Herausforderungen, Innovationsbedarfe und Potenziale identifiziert und Ideen generiert. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und zusätzliche Perspektiven von anderen Forschenden und Studierenden bereichern die Zusammenarbeit.
Für Kooperationen wird die herausragende Infrastruktur des Campus Bielefeld mit Geräten, Laboren und Testumgebungen genutzt. Mit innovativen Veranstaltungsformaten wie Expert Panels, Makeathons oder Barcamps bringt InCamS@BI Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft miteinander ins Gespräch. So entsteht ein Netzwerk, von dem alle Partner:innen profitieren. Als Hilfestellung für Unternehmen auf dem Weg in die Circular Economy erstellt das Team Technologie-Checks sowie Leitfäden, Methodenkataloge und Handlungsempfehlungen.
InCamS@BI ist ein gemeinsames Transferprojekt der HSBI und Universität und wird von der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ von 2023 bis 2027 gefördert. Ziele sind die Stärkung des Ideen-, Wissens- und Technologietransfers der Hochschule und die Schaffung nachhaltiger Strukturen.
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Ein interdisziplinäres Team der HSBI war beim lokalen Textilhersteller fast52 zu Besuch und hat zahlreiche Anknüpfungspunkte zur Zusammenarbeit gefunden. Das Unternehmen arbeitet bereits nachhaltig: Es stellt Kleidung on demand her, spart Ressourcen ein und produziert fair. Trotzdem will fast52 noch nachhaltiger werden – mit Unterstützung des Projekts InCamS@BI.
Im dritten Stock des Hauptgebäudes der HSBI findet sich hinter Tür Nr. C329 das Wirtschaftspsychologische Labor. Seit 13 Jahren ist es fester Bestandteil des Fachbereichs Wirtschaft. Aber woran wird dort eigentlich geforscht? Und wie? Eliza Starke vom HSBI-Projekt InCamS@BI informiert sich über die zahlreichen Möglichkeiten.
Auf dem Demo Day blickt das Team des Innovation Campus for Sustainable Solutions (InCamS@BI) zusammen mit 60 Gästen auf sein erstes Projektjahr zurück. Ein Keynotevortrag von Beiratsmitglied Thomas Henningsen und eine Improtheatershow der „Stereotypen“ begleiten die Vorstellung des Projekts auf kritische und humoristische Weise.
60 Studierende, 10 Challenges, 7 Tage Zeit: Beim Makeathon des Projekts InCamS@BI haben HSBI-Studierende innerhalb einer Woche Ideen und Lösungsansätze für Unternehmen aus der Region entwickelt. Die Herausforderungen drehten sich um zirkuläre Wertschöpfung und Nachhaltigkeit. Die Ergebnisse reichen von CO2-Bilanzierungen über alternative Mehrwegprodukte für Produktionsprozesse, Photovoltaik- und Wallbox-Konzepte bis zu einem Rücknahmesystem für Zitzengummis.
Im Transferprojekt InCamS@BI, dem Innovation Campus for Sustainable Solutions von HSBI und Universität Bielefeld, ist die Forschungsgruppe Analytik und Materialentwicklung auf der Suche nach neuen Methoden zur Analyse von Kunststoffen. Doktorandin Judith Bünte nutzt Elektronenstrahlen, um Atomen, Gitterstrukturen und Schichtsystemen auf die Spur zu kommen. Denn: Nur, wenn man ihre Bestandteile genau kennt, lassen sich Kunststoffe in eine Kreislaufwirtschaft integrieren.
Beim it’s OWL Transfertag am 26. September 2023 am Campus Bielefeld tauschten sich über 130 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft über aktuelle Technologietrends, Transferansätze und Kooperationsmöglichkeiten aus.
„Lasst uns über Plastik reden“ – unter diesem Titel lud das Transferprojekt InCamS@BI die Bielefelder Stadtgesellschaft Anfang September zum Gespräch über Kunststoffe und zirkuläre Wertschöpfung ein. Alltagsbeobachtungen zu Kunststoffen bildeten Aufhänger für interessante Gespräche in dem neuen Veranstaltungsformat.
Aus einer Mülldeponie ein Rohstofflager der Zukunft machen – das ist das Ziel des Projekts „Smart Recycling Factory“ in Hille (Kreis Minden-Lübbecke). Forschende der Hochschule Bielefeld und der TH OWL besichtigten den Projektstandort im Entsorgungszentrum Pohlsche Heide, informierten sich über das Zukunftsprojekt und stellten Ideen für den Aufbau einer Kreislaufwirtschaft vor. Anknüpfungspunkte hierfür bieten das Projekt InCamS@BI und Forschungen zum Thema am Campus Minden.
Das HSBI-Transferprojekt InCamS@BI hat Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen aus der Kunststoffbranche, Branchenverbänden, Netzwerken und Studierende bei einem Barcamp zusammengebracht, um gemeinsam über Fragen und Herausforderungen der zirkulären Wertschöpfung zu diskutieren.
InCamS@BI will dem Transfer der HSBI neue Impulse verleihen. Im Zentrum des Projekts steht die Frage, wie Unternehmen in OWL das Handling von Kunststoffen in einer zirkulären Wertschöpfung gestalten können. Unverzichtbar: ein interdisziplinärer Ansatz von Wirtschaftswissenschaften und Naturwissenschaften sowie eine enge Kooperation mit den Forschenden der Universität Bielefeld. Bei einem Besuch in zwei Universitätslaboren wird deutlich, wie Oberflächenstrukturen von Kunststoffen analysiert werden, um unter anderem ihre Recyclingfähigkeit einschätzen zu können – und wie eine „grüne Chemie“ aufgezogen wird, die nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion steht.