InCamS@BI: Innovation Campus for Sustainable Solutions
Forschungsbasierter Transfer für eine innovative Circular Economy
Im Projekt InCamS@BI, dem Innovation Campus for Sustainable Solutions an der Hochschule Bielefeld (HSBI) und der Universität Bielefeld entwickelt ein interdisziplinäres Team innovative Ideen, die Antworten auf die Frage liefern sollen, wie Kunststoffe in die Circular Economy integriert werden können. Expert:innen aus Kunststofftechnik, Ingenieurwesen, Physik, Chemie, Wirtschaftsrecht, Wirtschaftspsychologie und Innovationsmanagement erarbeiten Projektskizzen – gemeinsam mit und für Unternehmen und Gesellschaft.
Für Unternehmen aus OWL bietet eine Kooperation mit InCamS@BI hervorragende Möglichkeiten, sich mit zirkulärer Wertschöpfung zu befassen: Zusammen mit den Unternehmen werden konkrete Herausforderungen, Innovationsbedarfe und Potenziale identifiziert und Ideen generiert. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und zusätzliche Perspektiven von anderen Forschenden und Studierenden bereichern die Zusammenarbeit.
Für Kooperationen wird die herausragende Infrastruktur des Campus Bielefeld mit Geräten, Laboren und Testumgebungen genutzt. Mit innovativen Veranstaltungsformaten wie Expert Panels, Makeathons oder Barcamps bringt InCamS@BI Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft miteinander ins Gespräch. So entsteht ein Netzwerk, von dem alle Partner:innen profitieren. Als Hilfestellung für Unternehmen auf dem Weg in die Circular Economy erstellt das Team Technologie-Checks sowie Leitfäden, Methodenkataloge und Handlungsempfehlungen.
InCamS@BI ist ein gemeinsames Transferprojekt der HSBI und Universität und wird von der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ von 2023 bis 2027 gefördert. Ziele sind die Stärkung des Ideen-, Wissens- und Technologietransfers der Hochschule und die Schaffung nachhaltiger Strukturen.
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Anlässlich des altersbedingten Ruhestands von Prof. Dr. Christoph Jaroschek diskutierten Experten aus Hochschule und Unternehmen über die Innovationskraft des Standorts Deutschland sowie ökologische Herausforderungen und wirtschaftliche Perspektiven der kunststoffverarbeitenden Industrie.
Neue EU-Regulatorik, wie die Ökodesign-Verordnung oder der Digitale Produktpass, stellt viele Unternehmen aktuell vor Herausforderungen. Unser Team Wirtschaftsrecht reflektiert diese regulatorischen Vorgaben und sucht gezielt den Austausch mit der Unternehmenspraxis, organisiert Expert Panels und hält Vorträge. Das Team Wirtschaftsrecht arbeitet somit ständig an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und leistet einen wichtigen Beitrag zum Transfer zwischen den Systemen. Unser neues Video #Einblicke ins Wirtschaftsrecht zeigt ihre Arbeit genauer.
Heute, am 11. Februar, ist der internationale Tag der Frauen in der Wissenschaft. Beatriz García ist Referentin in unserem Projekt InCamS@BI – Innovation Campus for Sustainable Solutions. Mit ihr haben wir in unserem elften Nachgefragt-Interview über eine oft weniger sichtbare, aber unverzichtbare Seite der Wissenschaft gesprochen. Denn Forschung und Transfer leben nicht nur von der wissenschaftlichen Arbeit selbst, sondern auch von Menschen, die Projekte koordinieren, Teams zusammenbringen und Strukturen schaffen, in denen Wissen wachsen kann. Beatriz hat uns erzählt, wie Chancengleichheit schon in kleinen Strukturen im Arbeitsalltag gelebt werden kann, aber an welchen Stellen sie auch noch Verbesserungsbedarf sieht.
Ressourcen schonen, Prozesse optimieren und Kosten senken – zirkuläre Wertschöpfungsmodelle haben einen guten Ruf, gelten in der Praxis aber als schwer umsetzbar. Daran möchte das Team des Transferprojekts InCamS@BI – Innovation Campus for Sustainable Solutions von HSBI und Universität Bielefeld etwas ändern und bietet Unternehmen Direktbegleitung bei den ersten Schritten zur nachhaltigen Transformation an: „Technology Check“ (kurz: TechCheck) heißt das vom interdisziplinären Team entwickelte Format, das klein- und mittelständische kunststoffverarbeitende Unternehmen der Region beim Einstieg in die Welt der Zirkularität unterstützen will. Ansatzpunkte finden sich oft in den kleinsten Details, wie ein Ortsbesuch bei der Firma MS Protect zeigt.
Im zehnten Nachgefragt-Interview von InCamS@BI erklärt Projektkoordinatorin Dr. Katharina Gefele, warum Transfer so wichtig ist, blickt auf ihren Start im Projekt und das zu Ende gehende Jahr 2025 zurück und berichtet, was das interdisziplinäre Team 2026 vorhat.
Das Team des Transferprojekts von Hochschule Bielefeld (HSBI) und Universität Bielefeld blickt gemeinsam mit mehr als 80 Gästen aus Unternehmen, Stadt und Wissenschaft auf das dritte Projektjahr zurück und nach vorn. Vier Pitches unterstreichen die thematische Bandbreite des Projektteams von Mikroplastikfilter bis bioabbaubaren Forstprodukten. Die Transferpreise für die innovativsten Ideen gehen am Ende eines unterhaltsamen Abends an David Schöning, Dr. Thomas Zimmermann und Dr. Stephan Kartelmeyer.
Klimawandel, Ressourcenknappheit und Umweltverschmutzung – kunststoffverarbeitende Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen. Um die erforderliche industrielle Transformation aktiv zu gestalten, braucht es ressourcenschonende Ansätze und innovative Materialstrategien. Eine wertvolle Grundlage für interessierte Unternehmen und Einzelpersonen bietet jetzt die Wissensbasis Kunststoffe von InCamS@BI.
Nach jedem Wocheneinkauf bleibt er über – der Verpackungsmüll, der direkt nach dem Einkauf entsorgt wird. Für die Herstellung der Kunststoffverpackungen werden erhebliche Mengen an Ressourcen wie Rohöl und Energie benötigt. Angesichts der kurzen Nutzungsdauer der Verpackungen sind diese nachhaltiger, wenn sie recyclebar sind und nach der Nutzung einem funktionierenden Wertstoffkreislauf zur Wiederverwendung zugeführt werden. Um hier einen Wandel voranzutreiben, schreibt der europäische Gesetzgeber vor, dass ab dem Jahr 2030 für die Produktion bestimmter Kunststoffverpackungen zunehmend recycelte Kunststoffe einzusetzen sind. Doch die Qualität der hergestellten Rezyklate variiert stark. Bei der Produktion von Verpackungen für Lebensmittel ergibt sich daraus ein Spannungsfeld zwischen der Umsetzung der Vorgaben und höchsten Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit. Im Rahmen des jüngsten InCamS@BI Makeathon haben drei Studierende des Masterstudiengangs Wirtschaftsrecht an der HSBI gemeinsam mit Spies Packaging an dieser wirtschaftsrechtlichen Challenge gearbeitet.
Damit aus Bioabfällen wertvoller Kompost werden kann, darf er möglichst nur aus organischen Stoffen bestehen. Fremdstoffe wie Plastik, Glas oder Metalle sind für die Weiterverarbeitung in Kompostieranlagen ein großes Problem. Eine Novelle der Bioabfallverordnung verpflichtet die Anlagenbetreiber seit diesem Jahr zu strengeren Zielen bei der Reduktion von Fremdstoffen. Auf der Deponie Pohlsche Heide in Hille soll dabei in Zukunft eine von HSBI-Wissenschaftler:innen entwickelte KI helfen, Fremdstoffe zu suchen und ihre Menge zu bestimmen.
Catharina Schilp, Referentin der Teilprojektleitung des Innovation Lab im Projekt InCamS@BI, wurde jetzt mit dem ersten HSBI Startup Award des Center for Entrepreneurship in der Kategorie „Idee“ ausgezeichnet. Das Ziel des Awards ist es, Gründungskompetenz und unternehmerisches Denken an der HSBI und in der Region Ostwestfalen-Lippe zu fördern. Catharina Schilp beschäftigte sich schon während ihres Maschinenbaustudiums mit dem Thema Spritzgießen von Kunststoffen. Im neunten Nachgefragt Interview haben wir uns mit ihr über ihre Startup Idee, ihre Arbeit im InCamS-Team und ihre Vorliebe für Wettkämpfe mit harmonische Grundstimmung unterhalten.